Am 18. März 2025 durfte ich beim Workshop von Werkplatz Égalité einen Impuls zum Thema «vorurteilsfreie Personalgewinnung» geben. Die Resonanz war überwältigend: Viele Organisationen sind sich bewusst, dass Diversität ein Wettbewerbsvorteil ist, wissen aber oft nicht genau, wie sie unbewusste Vorurteile (Biases) im alltäglichen Recruiting-Alltag konkret abbauen können.
Die Realität ist ernüchternd: Frauen sind in den Geschäftsleitungen der 100 grössten Schweizer Arbeitgebenden immer noch stark untervertreten (ca. 22 %). Würden wir nichts unternehmen, müssten wir laut aktuellen Berechnungen noch 122 Jahre warten, bis die paritätische Besetzung erreicht ist. Das Jahr 2148 ist kein Ziel, das wir uns leisten können.
Doch woran liegt es? Oft nicht am fehlenden Willen, sondern an eingeschliffenen Prozessen, die das «Gewohnte» reproduzieren. Als Executive-Search-Beratung sehen wir unsere Aufgabe darin, Organisationen nicht nur Kandidierende zu vermitteln, sondern sie zu befähigen, ihre eigenen Prozesse kritisch zu hinterfragen.
Denn: Es gibt keinen «Zauberstab», der alle Biases auf einmal löst. Fairness entsteht durch die Summe vieler kleiner, bewusster Entscheidungen in jeder Phase des Recruiting-Zyklus. Hier sind fünf konkrete Schritte und Fragen, die Sie sich ab morgen stellen können.